Warum causa-gedeon.de?

Warum stehen diese Seiten im Netz?

Deutschland hat Probleme genug. Euro-Krise, Bankenkrise, Asylkrise, etc.pp. Als Alternative für Deutschland sind wir angetreten, Alternativen anzubieten. Arbeit gibt es genug. Aber wer hört uns zu, solange wir die Gedeon-Affäre nicht hinter uns haben.

Aber was ist dafür nötig?

Nötig sind meiner Meinung nach vor allem sachliche Informationen. Das ist für mich immer ein wichtiger Grundsatz der Politik gewesen. Politik soll sich nicht an persönlichen Animositäten orientieren. Politik soll sich vielmehr an Sachfragen entscheiden. So habe ich es in der Schule gelernt. So soll Demokratie funktionieren. Und das glaube ich nach wie vor.

Der Vorwurf

Der Vorwurf, der im Raum steht ist einfach zu benennen: Dem AfD-Abgeordneten Dr. Wolfgang Gedeon wird vorgeworfen, er vertrete antisemitische Positionen. So ein Vorwurf ist keine Kleinigkeit. Insbesondere in Deutschland. Insbesondere nach 1945. Deshalb muss dieser Vorwurf geklärt werden. Und er ist an sich recht einfach zu klären. Man muss nur die Veröffentlichungen von Herrn Gedeon lesen. Dann ist dieser Antisemitismus einfach zu erkennen. Und dann muss man daraus Konsequenzen ziehen. Mir ist ab-so-lut unverständlich, wieso diese einfache politische Übungsaufgabe von mehreren Funktionsträgern der AfD und auch von manch einem Facebook-Kommentator nicht bewältigt wurde. Der politische Schaden für das blaue Projekt ist unermesslich. Dabei stehen im Herbst 2016 zwei Landtagswahlen an. Und auch in meinem Heimatland, in Schleswig-Holstein, wird im Mai 2017 gewählt. Wie sollen wir das Schauspiel in Stuttgart im Wahlkampf vermitteln? Das geht nicht.

Mein Beitrag

Ich habe mich gefragt, was kann mein Beitrag sein, in diesem Durcheinander für Ordnung zu sorgen? Ich wohne nicht in Baden-Württemberg, ich bin nicht im Landtag. Ich bin noch nicht einmal Mitglied eines AfD-Landesvorstands. Aber was ich vor allem kann, ist dies: ich kann lesen. Und ich tue das gern. Deshalb habe ich mir die Aufgabe gestellt, die Schriften von Herrn Gedeon zu lesen und den darin enthaltenen Antisemitismus zu dokumentieren. Zitat für Zitat für Zitat. Und es ist meine stille Hoffnung, dass damit zumindest der eine oder andere AfD-Abgeordnete der „Rest-AfD-Fraktion“ in Stuttgart versteht, dass es sich tatsächlich um Antisemitismus handelt und dass es nötig gewesen wäre, sich klarer und deutlicher von Herrn Gedeon zu distanzieren. Dass mit der gescheiterten Abstimmung zum Fraktionsausschluss eine wichtige Chance verpasst wurde. Das könnte dann tatsächlich aus der Ferne, aus dem hohen Norden Deutschlands ein Beitrag zur Beilegung der Causa Gedeon sein.

Heiko Evermann
Juli 2016