Rudolf Czernin: Das Ende der Tabus – Aufbruch in der Zeitgeschichte

Gedeon zitiert Band I seiner Trilogie aus dem Buch „Das Ende der Tabus – Aufbruch in der Zeitgeschichte, erschienen im Stock-Verlag. Das Buch ist im Literaturverzeichnis mit zwei Sternchen markiert und damit als für Gedeon besonders wichtige Quelle herausgehoben.

Der Stocker-Verlag führte im Sommer 2010 einen Prozess gegen eine Aktivistin von Mayday Graz, weil sie bei einem Infostand die Broschüre “Das Herz am rechten Fleck. Der Leopold Stocker Verlag und die rechtsextreme Szene” verteilt hatte. Das Gericht gab den Autoren des Infoblattes Recht und gab über das Buch folgendes zu Protokoll.

Noch schärfer fiel das Urteil zum Buch “Das Ende der Tabus” von Rudolf Czernin aus, das Mayday mit dem Begriff der Geschichtslüge in Zusammenhang gebracht hatte. Das Landesgericht stellte fest, dass alle Tatsachenbehauptungen dazu in der Broschüre “wahr” sind. Czernins Buch bezweifle tatsächlich “heutzutage offenkundige Fakten aus der Zeit des Nationalsozialismus”, wie das Massaker von Babi Jar und die Existenz der Gaskammer in Mauthausen. Der Autor lasse “unzweifelhaft erkennen, dass er die Existenz eines nationalsozialistischen Plans zur physischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung leugnet” und verfälsche sowohl Zitate als auch Quellen. Einige dieser Verfälschungen – etwa zur Reichspogromnacht – führt das Urteil beispielhaft an. Durch die unrichtige Zitierung des Historikers Martin Broszats stelle Czernin sogar “die Existenz von Gaskammern im gesamten Deutschen Reich in Frage”.